Akupunktur
 

Individuelle Gesundheitsleistung

Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit "ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Dagegen bedeutet Gesundheit in der TCM ein Gleichgewicht von Körper und Umwelt, von Yin und Yang und ein ausgeglichener Fluss von Blut und Qi im Körper.
Die Akupunktur gehört zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die klassisch chinesische Akupunktur wurde vor mehr als 2000 Jahren entwickelt. Die TCM betrachtet den Menschen als Wesen, dessen Lebensenergie (Qi) aus der Interaktion von Himmel (Yin) und Erde (Yang) resultiert. Dysbalancen und Blockaden stören den Energiefluss und verursachen Beschwerden. Das Ziel einer Akupunkturbehandlung ist die Beeinflussung des Qi. Das Qi durchströmt den Körper in Leitbahnen, den sogenannten Meridianen. An ihnen entlang liegen 365 Akupunkturpunkte. Durch das Einstechen von Akupunkturnadeln beeinflusst der Akupunkteur den Energiefluss des entsprechenden Meridians. Das löst Blockaden auf. Der Qi-Fluss wird beschleunigt oder verlangsamt - je nach Bedarf und den zu behandelnden Beschwerden. Die Schwangere verspürt die Akupunktur als ein Gefühl der Wärme, Druck, Kribbeln oder auch wie ein kleiner Stromschlag. Wie viele und welche Punkte gestochen werden ist je nach Beschwerden unterschiedlich.
Anwendungsgebiete: starke Übelkeit und Erbrechen; Schmerzen unterschiedlicher Art (Karpaltunnelsyndrom, Rücken- und Nackenschmerzen); Beckenendlage beim Kind (Moxibustion, bei der die Akupunkturpunkte zusätzlich mit Hitze stimuliert werden.); psychische Regulation (Schlafstörungen, Angst, Verspannung); Wassereinlagerungen; Stillprobleme; Verdauungsprobleme. 

 
Geburtsvorbereitende Akupunktur
Die beliebteste Akupunktur in der Schwangerschaft ist die geburtsvorbereitende Akupunktur. Sie darf ab der vollendeten 36. SSW angewendet werden. Durch die Akupunktur soll eine schnelle Muttermunderöffnung unter der Geburt erreicht werden. Auf die Austreibungsphase (tiefertreten des kindlichen Köpfchens in das Becken) unter der Geburt hat die Akupunktur jedoch keine Auswirkungen. Laut einer Studie der Frauenklinik Mannheim verkürzt die geburtsvorbereitende Akupunktur die durchschnittliche Geburtsdauer bei Erstgebärenden um zwei Stunden. In der Regel findet einmal wöchentlich eine Akupunktursitzung statt. Um eine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen werden mindestens drei Sitzungen empfohlen.

Moxa-Therapie

Den Namen verdankt die auch Moxibustion genannte Moxa-Therapie dem Beifußkraut, das auch Moxa- oder Brennkraut heißt. Es handelt sich dabei um eine Wärmereiz-Therapie, die die Durchblutung bestimmter Körperregionen anregen und verbessern soll. Häufig am kleinen Zeh. Eine speziell angefertigte "Zigarre" aus Beifuß wird nahe an den äußeren Rand der kleinen Zehe gehalten (rechts und links im Wechsel). Und zwar jeweils so lange, bis die werdende Mutter die Hitze spürt. Die Hitze aktiviert den Akupunkturpunkt eines bestimmten Meridians. Das regt die Gebärmuttermuskulatur an und führt zu leichten Kontraktionen. Diese können das Kind dazu veranlassen, sich zu drehen.

Die Moxa Therapie umfasst 20 Minuten und beginnt ab der 35. Schwangerschaftswoche. Zu diesem Zeitpunkt haben die Kinder noch genügend Platz, um sich von allein oder mit Unterstützung zu drehen (ab der 36. Woche wird es dann schon sehr eng im Bauch).

Die Moxa Therapie wird üblicherweise mit der "Indischen Brücke" kombiniert. Diese spezielle Übung ermöglicht es dem Kind, mit dem Po etwas aus dem mütterlichen Becken herauszurutschen. Das gibt ihm mehr Bewegungsfreiheit.

Die schwangere Frau liegt mit angewinkelten Beinen auf dem Rücken. Unter ihren Po bzw. ihr Becken werden Kissen geschoben, damit ihr Becken etwas erhöht ruht. In der Knie-Ellenbogen-Variante stützt sich die kniende Frau auf die Unterarme, um den Beckenbereich in eine erhöhte Position zu bringen. 

Indikationenbeispiele in der Schwangerschaft:

  • Nierenstau

  • Beckenendlage / Lageanomalien

Die Moxa Therapie wird üblicherweise mit der "Indischen Brücke" kombiniert. Diese spezielle Übung ermöglicht es dem Kind, mit dem Po etwas aus dem mütterlichen Becken herauszurutschen. Das gibt ihm mehr Bewegungsfreiheit.
  • Die schwangere Frau liegt mit angewinkelten Beinen auf dem Rücken. Unter ihren Po bzw. ihr Becken werden Kissen geschoben, damit ihr Becken etwas erhöht ruht.
  • In der Knie-Ellenbogen-Variante stützt sich die kniende Frau auf die Unterarme, um den Beckenbereich in eine erhöhte Position zu bringen.
Ausbildung bei Dr. med. Ansgar Römer, Pro Medico
Susanne Kluge, Hebamme, Dipl. Sozialpädagogin, Master of Acupuncture
Ort: Christianenweg 3-5, 66111 Saarbrücken
Auch als Hausbesuch möglich
 
Individuelle Gesundheitsleistung, Preis auf Anfrage.
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Besonderheiten während der Pandemie
 

Aus gegebenem Anlass biete ich aktuell keine Akupunktur an!